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„Neues aus der Rubrik OEHMES PLEITEBAUTEN“


Haben wir es nicht geahnt? Nein den Artikel in der MAZ brauchen wir nicht kommentieren. Er steht für sich selbst und für das Versagen. Die Verantwortlichen entlarven sich mit Ihren Äußerungen selbst. Bilden Sie sich Ihr Meinung.

Bitte klicken zum Lesen des Artikels in der MAZ auf den folgenden Link

http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Gemeinde-unter-Druck

Die Adleraugen

 

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Leserbriefe zur Abwahl von Frau Zock.


Leider hat die Märkische Allgemeine die Leserbriefe von Michael Krug und Uwe Abel nur auszugsweise in der Zeitung wiedergegeben. Die aus dem Zusammenhang gerissenen Textpassagen verfälschen den Sachverhalt und den Gedankengang der Leserbriefschreiber. Mir wäre es lieber wenn zumindest ein Brief vollständig abgedruckt worden wäre. Daher stellen wir die vollständigen Texte hier online. Der erste Brief ist von Uwe Abel. Der Brief von Michael Krug wird Anfang der Woche folgen. Auch darauf hinzu weisen, dass es eigentlich die Antragssteller aus der CDU selbst sind, die weitere Erfolge verhindern weil sie in ihren eigenen Partei kein  Durchsetzungsvermögen haben und nur vor dem Bürgermeister kuschen. veröffentlicht.

Leserbrief von Uwe Abel

Für Herrn Mund war nach der Verlesung der Erklärung von Frau Zock alles klar. Jetzt war für ihn der Grund seines Abwahlantrages gefunden. Auch für den neutralen Beobachter war jetzt alles klar. Eingangs wurde noch seitens der Antragsteller versichert, dass es sich nicht um eine persönliche oder ein politische Angelegenheit handle. Ach Ja? Um was denn dann? Was hat sich den Frau Zock zu schulden kommen lassen?

Am Volkstrauertag nur Ihren Vertreter zu schicken? Was ist daran falsch auch mal seinem Vertreter die Bühne zu überlassen? Ihre Ansprache? Auf keinen Fall. Jeder hätte die Gelegenheit genutzt, den Bürgern und Wählern das Erreichte zu präsentieren um die Antragsteller Lügen zu strafen.

Nach einigem Abstand von den Ereignissen und wenn man zwischen den Zeilen von Herrn Mund liest, kann man nur zu einem Schluss kommen. Frau Zock wurde abgewählt, weil sie es gewagt hat die CDU Politik in Schönwalde zu kritisieren. Wir werden ja sehen, wie sich jetzt das Stimmverhalten in der GVV ändert, wenn es um Anträge aus dem Ortsbeirat geht.

Wer neuer Vorsitzender wird weiß ich bisher nicht. Vielleicht Frau Dr. Krieg-Oehme oder Frau Kosche? Letztere wohl eher nicht. Als Anwältin berät sie den hauptamtlichen Bürgermeister Herrn Oehme und steht damit in einem abhängigen Vertragsverhältnis. Überraschend wäre es, wenn man den parteilosen Michael Krug oder Michael Laarß (Die Grünen) zum Vorsitzenden machen würde. Damit würde den Kritikern des Abwahlantrages der Wind aus dem Segel genommen werden. Das hätte man dann aber schon längst machen müssen.

Uwe Abel

Auf dem richtigen Weg!


Na also es geht doch. Die Märkische Allgemeine hat einen richtigen (Fort)-Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Die kritischen Leserbriefe von Herrn Gehring und Herrn Zock wurden nun doch veröffentlicht. Da die Texte teilweise sehr umfangreich waren wurde gekürzt. Das haben die Herren gut hinbekommen. Die Texte wurden nicht im Inhalt und in Ihrer Aussage verändert.

Das sagen wir mal einfach Danke! Es ist schön, dass jetzt doch die oppositionellen und kritischen Stimmen zum Tragen kommen. Wir hoffen, dass dies ein Anfang ist und in Zukunft eine kritischere Berichterstattung in der Tagespresse erfolgt.

Die Veröffentlichung der Leserbrief von Herrn Zock und Herrn Gehring ist verdient, da beide schreiben sehr gut sind und die Problematik direkt auf den Punkt bringen.

Eine Frage bleibt aber offen. Werden sich Herr Oehme oder Herr Lüdtke einsichtig zeigen? Ein Gespräch soll es ja bereits gegeben haben, wo Herr Oehme Herrn Lüdtke zurechtgewiesen hat. Reicht das? Nein! Das ganze erinnert mich an einen Vater der seine Rüpelhaften Sohn nur leicht ausschimpft und insgeheim stolz darauf ist, dass er den blöden Nachbarsjungen eines auf die Nase gegeben hat, weil dessen Vater ein größeres Auto fährt. Ich plädiere für die von Herrn Zock geforderten Konsequenzen. Herr Lüdtke taugt nicht als Vorbild für die politisch interessierte Jugend.

Uwe Abel

Leserbrief an die MAZ


Sehr geehrter Herr Fischer,

ich denke, dass Sie in Ihrem Artikel das politische Klima in Schönwalde-Glien trotz aller kritischen Untertöne beschönigen. Ich will Ihnen das nicht zum Vorwurf machen, denn vermutlich wohnen Sie nicht in unserer Gemeinde – oder aber Sie wohnen zwar hier, treten aber nicht als Andersdenkender in Erscheinung und bieten somit keine Angriffsfläche für
die politisch bestimmenden Kräfte in Schönwalde-Glien …

Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich mich nun äußern soll oder unter Rücksicht auf meine Familie davon Abstand nehme. Aber, habe ich mich am Ende gefragt, wenn ich diese Zeilen nicht schreibe, wer wird es dann tun? Ich denke, dass das Schweigen gebrochen werden muss – und zwar von noch mehr und anderen als mir, der ich ohnehin als Querulant
und – O-Ton Lothar Lüdtke – „Grüner Frosch“ bekannt bin, damit in unserer Gemeinde das politische Klima endlich besser wird und Menschen ihr Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ohne Angst vor Vergeltung, Drangsal oder Herabwürdigung für sich und ihre Familien wahrnehmen können.

Zum Thema:

Während des Wahlkampfes in Schönwalde-Glien haben sich die beiden Hauptkontrahenten fürwahr nichts geschenkt und das eine um das andere Mal heftige Attacken gegeneinander geritten. Dem nun wieder gewählten Bürgermeister – dafür auch hier noch einmal die besten Glückwünsche – standen die Strapazen des Wahlkampfs ins Gesicht geschrieben. Doch auch
in anderer Weise schien ihn der Wahlkampf verändert zu haben, er erschien mir nachdenklicher, demütiger, gesprächsbereiter als man ihn landläufig kannte. Noch am Wahlsonntag meinte er vor der Kirche zu mir, dass wir mal in Ruhe über die Themen „Abholzung im Gutspark“ und „Regionalpark Krämer Forst“ miteinander reden sollten, „auf Augenhöhe“, wie er sagte. Insbesondere über diese Formulierung war ich erstaunt.

Dieses Erstaunen und meine Hoffnung, dass Bodo Oehme aus diesem harten und oft schmutzigen Wahlkampf geläutert und mit größerer Offenheit gegenüber anderen Meinungen und Ideen hervorgeht, sah ich bitter enttäuscht, als ich am Montag die MAZ aufschlug und den Bericht von der Siegesfeier im kreativ las. Ich – als einer von 4.634 Schönwalder Wahlberechtigten, die Bodo Oehme an diesem Sonntag Ihre Stimme nicht gegeben haben – hatte angenommen, dass sich der von den 2.744 anderen Wahlberechtigten Wieder gewählte als ein guter und fairer Sieger zeigen wird. Ich hatte erwartet, dass er seinen Kontrahenten die
Hand zur Versöhnung ausstreckt. Ich hatte erhofft, dass er um unseres Gemeinwesens Willen – und des Zusammenlebens der Menschen hier – die Tiefen des Wahlkampfes hinter sich lassen wird und nach vorne schaut.

Leider nichts dergleichen. Statt einer ausgestreckten Hand kamen weitere verbale Schläge, weitere Konfrontation, weiteres Polarisieren. Wie klein muss ein Ego sein, um in der Stunde des Triumphs keine Größe und keine Milde gegenüber dem Unterlegenen zeigen zu können?

Wie christlich ist es denn, Vergeltung zu üben, wenn im Interesse der Menschen in unserer Gemeinde – und um Gottes Willen – Vergebung gefragt ist? Denn wie sonst sind die mit dem Aufkleber „verzockt“ verunstalteten Wahlplakate des politischen Gegners zu werten? Sie legen beredtes Zeugnis von der feindseligen Stimmung nach dem Ende des Wahlkampfs ab. Sie sind mehr als nur eine Geschmacklosigkeit, da sie sich direkt gegen Menschen richten – eine beängstigende Reminiszenz an eine Zeit, als es in unserem Lande üblich war, Menschen mit „Aufklebern“ zu versehen.

Was ist das für ein Gemeinwesen, in dem Großeltern ihren Enkeln mit auf den Weg zur Schule geben: „Aber sag keinem, wen wir gewählt haben“, und gestandene Männer unter Rücksicht auf mögliche Konsequenzen den Disput mit dem für seine verbalen Ausfälle bekannten Fraktionsvorsitzenden der herrschenden politischen Gruppierung scheuen?
Sind wir im Herbst 89 auf die Straße gegangen, um nach zwei Jahrzehnten zu diesem Klima der Einschüchterung Andersdenkender und des erzwungenen Schweigens zurückzukehren? Soll dieses Klima des Dünkels und der Intoleranz dazu führen, dass Schönwalde-Glien bald nur noch ein Paradies für Angepasste und Gleichgültige ist? Wo Intoleranz und die Verachtung Andersdenkender überall hinführen können, haben wir in der Geschichte viel zu oft erlebt. Dazu muss man auch gar nicht so weit in die Vergangenheit zurück schauen.

Hier und jetzt ist der Bürgermeister Bodo Oehme – und die dominierende politische Gruppierung, der er vorsteht – gefragt, sich als fairer Sieger zu zeigen und die Gräben in unserer Gemeinde nicht noch weiter zu vertiefen – zwischen den Ortsteilen und innerhalb der Orte. Einschüchterung politischer Gegner und die Herabwürdigung Andersdenkender sind eine unglaubliche Schande für jedes demokratische Gemeinwesen und jeden Menschen, der sich bemüht, ein guter Christ zu sein. Dafür kann und darf hier kein Platz sein!!!

Der Bürgermeister möge sich über die 2.744 Stimmen freuen, dank derer er weitere acht Jahre sein Amt bekleiden darf. Und er möge sich zugleich mit Wohlwollen und ehrlichem Interesse der 4.634 Seelen annehmen, die ihre guten Gründe hatten, ihm ihre Stimme zu versagen. Die Beschäftigung mit deren Motiven könnten unsere Gemeinde sicher in vielen Dingen besser und weiter voran bringen, als jede Lobhudelei und Anbiederung.

Was wir jetzt brauchen, das ist ein Bürgermeister mit der einenden Besonnenheit eines Jens Stoltenberg – und nicht mit dem spalterischen Eifer eines George W. Bush! Ich bin mir sicher, dass Bodo Oehme das „drauf hat“, wenn er nur will. Die Macht dazu hat er.

In diesem Sinne wünsche ich auch Ihnen, Herr Fischer, dass es bald andere, bessere Nachrichten aus Schönwalde-Glien geben wird. Denn manchmal möchte man an dem Ganzen beinahe verzweifeln … (Oder was denken Sie, warum ich 2006 nach 8 Jahren aus der Gemeindevertretung ausgestiegen bin ;-( …)

Mit besten Grüßen aus Schönwalde-Dorf
Christian Gering